Liberales Denken gab es auch schon vor der FDP... Es wird in unzähligen Zitaten und Sprichwörtern aus vielen Jahrhunderten deutlich.
Die folgende Auswahl wird von Zeit zu Zeit überarbeitet. Beachten Sie auch die Hinweise auf aktuelle Bezüge.
Die Presse ist die Artillerie der Freiheit. (Hans-Dietrich Genscher - immer aktuell!)
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage. (Mephisto lt. Goethe. Er könnte veraltete Gesetze gemeint haben.)
Es erben sich Gesetz und Rechte wie eine Krankheit auch noch ewig fort. (Goethe; passend zur liberalen Forderung nach einem Verfallsdatum für Gesetze, Verordnungen und Satzungen.)
Demokratie muss mehr sein als zwei Wölfe und ein Schaf, die über die nächste Mahlzeit abstimmen. (James Bovard. Große Koalition? Wer ist das Schaf??)
Die Begehrlichkeit kennt keine Schranke, nur Steigerung. (Seneca zum einnehmenden Wesen des Staates.)
Große Gedanken brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen. (Neil Armstrong. Politik braucht Bodenhaftung und Parteien. Ideologien reichen nicht.)
Eine Diskussion ist unmöglich mit jemandem, der die Wahrheit nicht sucht, sondern meint, sie schon zu besitzen. (Romain Rolland; zur Schwierigkeit von Diskussionen mit Ideologen. Liberale hoffen trotzdem, mit Argumenten überzeugen zu können.)
Ein Politiker denkt an die nächste Wahl, ein Staatsmann an die nächste Generation. (J.F.Clarke)
Ich kann, weil ich will, was ich muss. (Kant – passend zum Optimismus der Liberalen.)
Das Rechte sehen und es nicht tun ist Feigheit. (Konfuzius. Auch Opportunismus ist Feigheit.)
Im verdorbensten Staat gibt es die meisten Gesetze. (Tacitus zur neuen Rekordzahl der rot-grünen Regierung 1998-2005; leider kein Ende in Sicht.)
Neuem Gesetz folgt neuer Betrug. (Sprichwort) – Deshalb braucht man für jedes Gesetz eine Menge Zuversicht, dass es dennoch verbessernd wirkt.
Wer wirklich etwas Gutes tun will, findet einen Weg; die anderen finden eine Ausrede. (Sprichwort. Auch hier wieder: Liberaler Pragmatismus und Optimismus gegen Ideologien.)
Wo es Gold regnet, regnet es Laster nach. (Sprichwort. Zu viel Wohlfahrt verdirbt erst den Charakter und dann den Staat.)
Ideale sind gefährlich; Realitäten sind besser. (Oscar Wilde – ein früher Liberaler.)
Ihr klagt über die vielen Steuern – doch unsere Trägheit nimmt uns doppelt so viel ab, unsere Eitelkeit dreimal so viel und unsere Torheit viermal so viel. (Benjamin Franklin. So viel zu denen, die unaufhörlich über die Regierung schimpfen, selbst aber zu träge sind, aktiv zu werden.)
Den Willigen führt das Geschick, den Störrischen schleift es mit. (Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. Seneca. Wer sich aufraffen kann, einer Partei beizutreten, kann sein Geschick sogar mitbestimmen.)
Wer die Laterne trägt, stolpert leichter, als wer ihr folgt. (Jean Paul. Manche wollen nicht mal folgen…)
Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen. (J. de la Bruyère) -
Nichtwähler und Parteilose nehmen in der Regel alles hin und kümmern sich nicht um Politik; viele von ihnen sind auch sonst träge und schwach. Und bloßes Schimpfen ändert nichts.
Neuem Gesetz folgt neuer Betrug. – Volksweisheit, viel älter als die Zinsabschlagsteuer. Mit Erfahrung und viel Zuversicht kann man auch mit Gesetzen die Welt verbessern.
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Afrikanisches Sprichwort) – Grüne und Linke zerren so lange an den Menschen herum, bis sie in ihre Vorstellungen passen; die meisten Opfer merken das früh genug.
Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen. (Tacitus) – Auch die Demokratie scheint manchmal geeignet, die Menschen per Mehrheitsbeschluss zu gängeln….
Wenn ich zu entscheiden hätte, ob wir eine Regierung ohne Zeitungen oder Zeitungen ohne eine Regierung haben sollten, würde ich ohne Zögern das letztere vorziehen. (Hans-Dietrich Genscher) – Regierungen ohne freie Presse verkommen leicht zu Diktaturen; Pressevielfalt ist Meinungsvielfalt, und die Leser entscheiden, wer mächtig und Meinungsführer ist.
Die Tragik des modernen Menschen ist nicht, dass er immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern dass ihn das immer weniger stört. (Václav Havel) – Wer vom Staat alles abgenommen bekommt, braucht nur noch zu existieren und Steuern zu zahlen. Selber denken ist da nicht vorgesehen.
Wo man mit Eigennutz düngt, kann die Tugend nicht gedeihen. (Sprichwort) – Selbstbedienung in der Politik zerstört die Moral der Bürger.
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Kierkegaard) – Ob Schulnoten, Besitz oder Gehälter: Das Vergleichen lässt immer Kummer, Neid oder Wut zurück – oder Überheblichkeit. Erziehung und Politik müssen das Glück des Einzelnen anstreben, indem sie ihm alle Möglichkeiten der Selbstentfaltung eröffnen.
Klarheit in den Worten, Brauchbarkeit in den Sachen. (Gottfried Wilhelm Leibniz) – Politiker müssen verständlich reden und schreiben; ihre Sachen sind Programme, Satzungen und Gesetze.
Eine Regierung wäre vollkommen, die der Vernunft so viel Macht verleihen könnte wie der Macht Vernunft. (A. de Rivarol) – Viele hatten ihre Hoffnungen auf die große Koalition gesetzt, aber schon die Gesundheitsreform hat gezeigt: Das war ein großer Irrtum.
Der edle Mensch ist würdevoll, ohne überheblich zu sein. (Konfuzius) – Ein schönes Leitbild für die Beurteilung von Politikern.
Viel Gesetz, wenig Gehorsam. (Volksmund) – Um so verwunderlicher, dass sich die Deutschen so lange mit der Gesetzesflut der letzten Jahre abgefunden haben, ohne zu rebellieren.
In der Politik gibt niemals der Klügere nach, sondern immer der Schwächere... (Loriot) – Wenn immer nur der Klügere nachgeben würde, hätten wir bald die absolute Herrschaft der Dummen
Ein großer Weiser erscheint oft wie ein Narr. (Chinesisches Sprichwort) – Große Liberale wurden oft verlacht – bis man erkannte, dass sie recht gehabt hatten.
Willst du das Leben leicht haben, so bleibe immer bei der Herde. (Fr. Nietzsche) – Die Botschaft ist klar: Fußballfans halten sich bitte an den FC Bayern, Wähler an die CDU/CSU. Oder auf Plattdeutsch: De Düvel schitt jümmers op den gröttsten Hopen.
Gleichheit ist immer der Probestein der Gerechtigkeit, und beide machen das Wesen der Freiheit. (J.G. Seume) Deshalb muss es schon in der Schule Chancengleichheit geben. Denn „Begabungsgerechtigkeit“ – die Konservative gern im Munde führen - führt von vornherein zu Bevorzugungen und Benachteiligungen, die in einem demokratischen Staat nicht geduldet werden können.
Es ist keine Schande hinzufallen, aber es ist eine Schande, einfach liegenzubleiben. (Theodor Heuss)
Kleinlebewesen vermehren sich durch Zellteilung, Bürokraten durch Arbeitsteilung. (Jerry Lewis) - Eins der Monster: Das Ulla-Schmidt-Gesundheitswesen.
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will. (Jean-Jacques Rousseau) – Man muss sich nur an die DDR erinnern, um wenigstens zu ahnen, wie das gemeint ist.
Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten. (Gottfried Keller) – Jeder kann etwas leisten! Leistungsvermögen verpflichtet dazu, nicht nur für sich selbst zu sorgen, sondern auch Schwächeren zu helfen.
Der Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien. (Oscar Wilde)
Wer keine Visionen hat, vermag weder große Hoffnungen zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen. (Thomas Woodrow Wilson) – Deshalb ist es richtig, die Steuerreform tatkräftig in Gang zu setzen und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.
Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus ins Unmögliche wagt. (Arthur Charles Clarke) – Das gilt für so manches, was die FDP in der Zeit der Opposition ersonnen hat und jetzt - mit Augenmaß - in der Regierung verwirklichen will. Konservative klammern sich lieber an die alten Gewohnheiten und Gewissheiten; Sozialisten reiten auf ihren Ideologien in den Nebel und beklagen anschließend unverhoffte Hindernisse und Stürze.
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