Liberales Denken wird in unzähligen Zitaten und Sprichwörtern aus vielen Jahrhunderten deutlich. Deutlich wird allerdings auch, dass es immer noch einen Rückstand im liberalen Handeln gibt. Daran kann jeder Einzelne etwas ändern...
Die folgende Auswahl wird von Zeit zu Zeit überarbeitet. Die Hinweise auf aktuelles Geschehen sollen dazu anregen, den eigenen Blick zu schärfen.
Neue Zitate stellen wir oben an - das erleichtert den Überblick.
WIR SUCHEN nähere Angaben zum Verfasser oder zur Verfasserin des folgenden Zitats: "Das einzig Schlimme an der heutigen Jugend ist, dass man nicht mehr zu ihr gehört." Das Zitat ist mindestens 35 Jahre alt und wird bei unserer Quelle unter dem Namen "Prochnow" geführt.
Wenn Sie Näheres wissen, schicken Sie uns bitte eine Mail an Lehre.liberal@fdp-lehre.de !
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Das Gesetz ist der Freund des Schwachen. (Friedrich von Schiller) – Voraussetzung: Das Gesetz wurde von Menschenfreunden in Kraft gesetzt.
Eine Grobheit besiegt jedes Argument. (A. Schopenhauer) - Etlichen Menschen fällt dazu der Name Schröder ein...
Es ist keine Schande hinzufallen, aber es ist eine Schande, einfach liegenzubleiben. (Theodor Heuss)
Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat. (Sigmund Freud) – Liberale halten durch, wenn es um ihre Grundsätze geht. Wenn sich erwiesen hat, dass sie Recht hatten, kommt die Umkehr oft teuer.
Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten. (Lessing) – Ideologien simd politische Ketten; das merkt aber nicht jeder, der von ihnen gefesselt ist.
Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten. (Gottfried Keller) – Jeder kann etwas leisten. „Leistung muss sich lohnen“ heißt in einer demokratischen Gesellschaft aber auch, dass Leistungsvermögen dazu verpflichtet, sich für Schwächere einzusetzen.
Die Presse ist die Artillerie der Freiheit. (Hans-Dietrich Genscher - immer aktuell!)
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage. (Mephisto lt. Goethe. Er könnte veraltete Gesetze gemeint haben.)
Es erben sich Gesetz und Rechte wie eine Krankheit auch noch ewig fort. (Goethe; passend zur liberalen Forderung nach einem Verfallsdatum für Gesetze, Verordnungen und Satzungen.)
Die Begehrlichkeit kennt keine Schranke, nur Steigerung. (Seneca zum einnehmenden Wesen des Staates.)
Ein Politiker denkt an die nächste Wahl, ein Staatsmann an die nächste Generation. (J.F.Clarke)
Ich kann, weil ich will, was ich muss. (Kant – passend zum Optimismus der Liberalen.)
Das Rechte sehen und es nicht tun ist Feigheit. (Konfuzius. Auch Opportunismus ist Feigheit.)
Im verdorbensten Staat gibt es die meisten Gesetze. (Tacitus zur neuen Rekordzahl der rot-grünen Regierung 1998-2005; leider kein Ende in Sicht.)
Wer wirklich etwas Gutes tun will, findet einen Weg; die anderen finden eine Ausrede. (Sprichwort. Auch hier wieder: Liberaler Pragmatismus und Optimismus gegen Ideologien.)
Wo es Gold regnet, regnet es Laster nach. (Sprichwort. Zu viel Wohlfahrt verdirbt erst den Charakter und dann den Staat.)
Ideale sind gefährlich; Realitäten sind besser. (Oscar Wilde – ein früher Liberaler.)
Den Willigen führt das Geschick, den Störrischen schleift es mit. (Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. Seneca. Wer sich aufraffen kann, einer Partei beizutreten, kann sein Geschick sogar mitbestimmen.)
Wer die Laterne trägt, stolpert leichter, als wer ihr folgt. (Jean Paul. Manche wollen nicht mal folgen…)
Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen. (J. de la Bruyère) -
Viele Nichtwähler und Parteilose nehmen alles hin und kümmern sich nicht um Politik; viele von ihnen sind auch sonst träge und schwach. Und bloßes Schimpfen ändert nichts.
Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen. (Tacitus) – Abgesehen davon, dass es beides immer noch gibt: Auch die Demokratie scheint manchmal geeignet, die Menschen per Mehrheitsbeschluss zu gängeln….
Die Tragik des modernen Menschen ist nicht, dass er immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern dass ihn das immer weniger stört. (Václav Havel) – Wer vom Staat alles abgenommen bekommt, braucht nur noch zu existieren und Steuern zu zahlen. Selber denken ist da nicht vorgesehen.
Klarheit in den Worten, Brauchbarkeit in den Sachen. (Gottfried Wilhelm Leibniz) – Politiker müssen verständlich reden und schreiben; ihre Sachen sind Programme, Satzungen und Gesetze.
Eine Regierung wäre vollkommen, die der Vernunft so viel Macht verleihen könnte wie der Macht Vernunft. (A. de Rivarol) – Viele hatten ihre Hoffnungen auf die große Koalition gesetzt, aber schon die Gesundheitsreform hat gezeigt: Das war ein großer Irrtum.
Der edle Mensch ist würdevoll, ohne überheblich zu sein. (Konfuzius) – Ein schönes Leitbild für die Beurteilung von Politikern.
In der Politik gibt niemals der Klügere nach, sondern immer der Schwächere... (Loriot) – Wenn immer nur der Klügere nachgeben würde, hätten wir bald die absolute Herrschaft der Dummen
Ein großer Weiser erscheint oft wie ein Narr. (Chinesisches Sprichwort) – Große Liberale wurden oft verlacht – bis man erkannte, dass sie recht gehabt hatten.
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will. (Jean-Jacques Rousseau) – Man muss sich nur an die DDR erinnern, um wenigstens zu ahnen, wie das gemeint ist.
Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten. (Gottfried Keller) – Jeder kann etwas leisten! Leistungsvermögen verpflichtet dazu, nicht nur für sich selbst zu sorgen, sondern auch Schwächeren zu helfen. Mit anderen Worten: Können verpflichtet.
Der Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien. (Oscar Wilde)
Wer keine Visionen hat, vermag weder große Hoffnungen zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen. (Thomas Woodrow Wilson) – Deshalb ist es richtig, Reformen tatkräftig in Gang zu setzen und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.
Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus ins Unmögliche wagt. (Arthur Charles Clarke) – Das gilt für so manches, was die FDP in der Zeit der Opposition ersonnen hat und jetzt - mit Augenmaß - in der Regierung verwirklichen will. Konservative klammern sich lieber an die alten Gewohnheiten und Gewissheiten; Sozialisten reiten auf ihren Ideologien in den Nebel und beklagen anschließend unverhoffte Hindernisse und Stürze.
Willst du das Leben leicht haben, so bleibe immer bei der Herde. (Fr. Nietzsche) – Die Botschaft ist klar: Fußballfans halten sich bitte an den FC Bayern oder Borussia Dortmund, Wähler an die Grünen oder andere, die gerade „in“ sind. Oder auf Plattdeutsch: De Düvel schitt jümmers op den gröttsten Hopen.
Große Werke werden nicht durch Stärke, sondern durch Beharrlichkeit vollbracht. (Samuel Johnson) – Der Umbau der Gesundheitspolitik ist bei der FDP in guten Händen.
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